Abstract:
Warum eine betriebseigene Sicherheitsfachkraft trotz teurer Ausbildung oft wirkungslos bleibt und wie Sie als Geschäftsführer echten Arbeitsschutz im Betrieb rechtskonform etablieren.
Die betriebseigene Sicherheitsfachkraft: Hohe Kosten, null Wirkung? Warum interne SiFas oft am System scheitern
Haben Sie in Ihrem Unternehmen nach langer Suche endlich einen Kandidaten für den Arbeitsschutz gefunden? Einen Mitarbeiter, der – vielleicht nicht ganz ausschließlich aus eigener Motivation – schließlich mehr oder weniger begeistert zugestimmt hat?
Glückwunsch. Danach ging das Geduldsspiel aber erst richtig los: Sie haben den Kandidaten bei Ihrem Unfallversicherungsträger angemeldet, monatelang auf einen Seminarplatz gewartet oder – um die Sache zu beschleunigen – fünfstellige Beträge für einen freien Dienstleister auf den Tisch gelegt.
Die Realität in deutschen Unternehmen zeigt jedoch: Kompetenz allein bringt noch lange keine Veränderung. Wer die Ausbildung zur Fachkraft für Arbeitssicherheit finanzieren lässt, erlebt danach viel zu oft eine frustrierende Bauchlandung.
Das „Eh-da“-Dilemma: Was kostet eine betriebseigene Sicherheitsfachkraft wirklich?
Bis eine betriebseigene Sicherheitsfachkraft überhaupt einsatzbereit ist, vergehen im Schnitt 15 Monate oder mehr. In dieser Zeit war der Mitarbeiter in seiner eigentlichen Stammfunktion oft nicht im Unternehmen präsent. Selbstlernphasen, Prüfungsvorbereitung, Hausarbeiten, Projektarbeit und Präsenz-Seminare fressen massenhaft Arbeitszeit.
Nach mehr als zwei Jahren halten Sie dann endlich das ersehnte Zertifikat in den Händen. Die offizielle Bestellung ist erfolgt. Rechnen Sie jetzt mal ehrlich sämtliche Stunden zusammen, die dieser Mitarbeiter gefehlt hat.
Dazu kommt die alles entscheidende Frage: Wie viele Stunden pro Woche, pro Monat oder pro Jahr muss die betriebseigene Sicherheitsfachkraft künftig gemäß der geltenden DGUV Vorschrift 2 im Unternehmen leisten?
Diese Kapazitäten fehlen Ihrer Firma ab sofort an anderer Stelle – und zwar dauerhaft. Viele Entscheider flüchten sich hier in eine gefährliche Budgetierungs-Milchmädchenrechnung auf dem „Eda-Konto“: „Der ist ja eh da, dann kann der das doch nebenbei machen…“ Ein fataler Trugschluss. Bevor überhaupt die erste sicherheitstechnische Aktivität erfolgt, haben Sie bereits substanzielle fünfstellige Beträge investiert und wertvolle Ressourcen blockiert.
Orientierungslosigkeit und Alibi-Funktion: Warum neue Sicherheitsfachkräfte ins Leere laufen
Sobald der Kollege aktiv in seiner neuen Rolle wird, beginnt der Frust auf beiden Seiten. Die Praxis ist meist geprägt von Orientierungslosigkeit und Systemfehlern:
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Keine Prioritäten, keine Übersicht: Wo fängt man an? Wie bekommt man die Entscheider wirklich ins Boot?
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Das Budget-Problem: Maßnahmen des Arbeitsschutzes kosten Geld, bevor sie einen ROI erbringen. Eine interne SiFa hat in der Regel kein eigenes Budget.
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Das Alibi-Prinzip: Alle schieben das ungeliebte Thema auf den neuen „Sicherheitsfuzzi“ ab und sind froh, es vom eigenen Schreibtisch zu haben. Die Erwartungshaltung: „Der macht das ja jetzt alles für uns.“
Das Problem dabei: Der Kollege macht fleißig irgendlwelche Checklisten, Tabellen oder Papiere, bewirkt aber gar nichts – weil er es gar nicht kann!
Ihm fehlt schlichtweg die disziplinarische Weisungsbefugnis. Komplexe Matrixorganisationen, unklare Zuständigkeiten und die Unschärfe zwischen organisatorischem Auftrag und der realen Weisungskette sorgen dafür, dass interne Kräfte oft über Jahre hinweg keine sichtbaren Ergebnisse erzielen.
Viele Geschäftsführer und Führungskräfte handeln zudem aus einem offenkundigen Rechtsirrtum heraus: „Der ist jetzt für das Thema Arbeitssicherheit verantwortlich!“ Doch die oberste Organisationsverantwortung verbleibt immer bei der Unternehmensleitung. Eine solche Konstellation lässt dem neu ausgebildeten Kollegen keine Chance, mit seinem Auftrag im Betrieb nennenswert voranzukommen.
Organisationsversagen blockiert den Arbeitsschutz im Betrieb
Aus der anfänglichen Aufbruchstimmung wird so blitzschnell eine Bauchlandung. Die Folgen sind frustrierende Ergebnislosigkeit, Demotivation und das Verharren aller Beteiligten in einer erlernten Hilflosigkeit. Stagnation macht sich breit.
Gefährlich wird es, wenn trotz der Bestellung einer SiFa etwas passiert. Dann droht der Führungsebene mächtig Ärger, weil die notwendigen Strukturen nicht gelebt wurden. Auf diese Weise wird das Thema Arbeitsschutz im Betrieb in vielen Unternehmen nachhaltig „verbrannt“. Eine spätere Neuausrichtung ist um ein Vielfaches mühsamer und langwieriger, als bei Stand null ganz neu anzufangen.
Die Lösung: Wie externe SiFa Beratung die Betriebsblindheit durchbricht
Vermeiden Sie solche kostspieligen Fehlschläge. Nur weil jemand eine Fachausbildung absolviert hat, ist er noch lange kein Change-Manager, der verkrustete Strukturen aufbrechen kann. Eine interne Kraft ist zudem schnell befangen oder wird durch die bestehende Hierarchie ausgebremst.
Die Lösung liegt in der Kombination aus interner Präsenz und professioneller Außensicht. Lassen Sie Neulinge im Arbeitsschutz von erfahrenen Experten begleiten, unterstützen und anleiten. Eine externe SiFa Beratung fungiert als neutraler Sparringspartner, der ohne interne Politik Klartext spricht und die entscheidenden Hebel in Bewegung setzt.
Das Ergebnis? Ein funktionierendes, rechtskonformes System, das Ihre Führungskräfte wirksam entlastet und dafür sorgt, dass Ihre Investition in die Arbeitssicherheit endlich messbare Ergebnisse liefert.